Nachhaltige Innovationen mit Kaffee

In den letzten Jahren ist Nachhaltigkeit immer mehr zum Thema geworden, vor allem was die Wiederverwendung von Ressourcen und somit deren Einsparung betrifft. Dabei sind viele kreative Innovationen entstanden und das auch mit Hilfe von Kaffee. Machen Sie es sich gemütlich und nehmen Sie sich eine schöne Tasse Kaffee zur Hand, denn jetzt erfahren Sie über 6 Innovationen, die in den letzten Jahren mit Hilfe von Kaffee entwickelt wurden.

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Kommen wir auch schon zu der ersten Erfindung:

 

1. Kaffeeform

die Kaffeetasse aus altem Kaffeesatz

Was beim ersten Hören verrückt klingt, ist tatsächlich möglich. Während seines Studiums kam der Berliner, Julian Lechner, auf die Idee, den Kaffeesatz, der tagtäglich im Müll landet, wiederzuverwerten. Nach drei Jahren tüfteln hatte er die Lösung dafür gefunden: Aus recyceltem Kaffeesatz und Biopolymer gelang es ihm ein festes Material herzustellen. Die Basis der Produkte bilden Materialien, die aus pflanzlichen Rohstoffen mit recycelten Naturfasern bestehen. Nachdem er die passende Formel herausgefunden hat, gründete er 2015 in Berlin sein eigenes Unternehmen „Kaffeeform“. Bis heute werden auch dort alle Produkte entworfen und in Deutschland produziert. Die Tassen erinnern durch ihre marmorierte Optik an Holz, sind extrem stabil und können sogar in der Spülmaschine gereinigt werden. 

Das Ganze hört sich erst einmal ziemlch faszinierend an, doch wie genau entsteht solch eine Kaffeetasse aus Kaffeesatz? Schauen wir uns doch mal den Herstellungsprozess an. Während seines Studiums probierte Julian Lechner viele verschiedenen Methoden aus, um aus Kaffeesatz ein festes Material zu bekommen. Die Lösung war letztendlich eine Verbindung aus Biopolymer, dieser Rohstoff verleiht dem Kaffeesatz eine feste Struktur und lässt beliebige Umformungen zu. Das Ergebnis sind Kaffeetasse mit einer tollen Holzoptik und hohe Stabilität. Mehr dazu erfahren Sie hier

Damit man sich nicht mehr die Frage stellen muss, ob Mehrwegbecher oder Pappbecher (LINK) besser sind: Hier die nächste Erfindung.

 

 2. Reduce. Reuse. Grow.

der “nachwachsende” Kaffeebecher 

Heutzutage haben viele Menschen keine Zeit mehr ihren Kaffee in der jeweiligen Bäckerei oder Café zu genießen und wählen daher die Option “to go”. Grundsätzlich ist daran nichts auszusetzen, aber was passiert mit dem ganzen Abfall der Einwegbecher? 

Genau diese Frage hat sich auch das Unternehmen "Reduce. Reuse. Grow." gestellt, was so viel wie "Reduzieren. Wiederverwenden. Wachsen." bedeutet. Sie kamen auf die Idee Pappbecher herzustellen, die 1. biologisch abbaubar sind und 2. auch Sauerstoff produzieren können. Wie soll das funktionieren? Indem sich in den Wänden der Becher Pflanzensamen befinden. Damit diese wachsen muss der Becher lediglich für 5 Minuten in Wasser eingeweicht und anschließend eingepflanzt werden. Wenn Sie selbst keinen grünen Daumen haben, suchen Sie sich einfach eine Person in Ihrem Umkreis, die sich für Sie um die Gartenarbeit kümmert. Dann heißt es abwarten und Kaffee trinken bis der Baum wächst und gedeiht. Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen, oder dieses Unternehmen unterstützen wollen, klicken Sie hier

Die nächste Innovation beschäftigt sich nicht nur mit dem Lebensmittel Kaffee, sondern auch mit Austernpilze.

 

3. GroCycle

Wie Sie Ihre eigenen Austernpilze wachsen lassen

Bestimmt fragen Sie sich jetzt, was Austernpilze und Kaffee gemeinsam haben. Nun, schauen wir uns doch einmal die Inhaltstoffe von Kaffeesatz an. Der vermeintliche Abfall besitzt immer noch einen hohen Anteil an wertvollen Antioxidantien und Nährstoffen, die den perfekten Nährboden für Ihre Pflanzen bilden. “Eine unnötige Verschwendung” dachten sich auch die Engländer Adam und Eric, weshalb die beiden GroCycle gegründet haben. Dabei wird der alte Kaffeesatz direkt von Cafés abgeholt, anschließend aufbereitet und danach zu geschmacksvollen Austernpilze gezüchtet. Viele Restaurant in England werden schon mit den Austernpilzen beliefert, welche leckere Gerichte aus den Pilzen zaubern. Wenn Sie selbst auch einmal Austernpilze zuhause züchten wollen, schauen Sie doch hier vorbei.

Nun zu einen der Top Kandidaten des Greener Gadgets Design Wettbewerbs.

 

4. RITI-Printer

die pflanzliche Methode zu Drucken 

Nicht nur Austernpilze können mit den Kaffeesätzen gezüchtet werden. Können Sie sich vorstellen, dass Kaffee sogar die lösungsmittelbasierte Druckertinte ersetzten, kann? Genau das hat Jeon Hwan Ju nämlich mit seinem RITI-Printer möglich gemacht. 

Der Drucker funktioniert allein mit den Überresten Ihres Kaffees, die in einen Behälter, der sich auf dem Drucker befindet, gefüllt werden. Man selbst muss allerdings die Energie zum Drucken aufwenden, indem man den Behälter zügig von links nach rechts bewegt. Herauskommt ein präzises bedrucktes Papier, dabei wurden die Kaffeereste in Tinte verwandelt. Der Prototyp ist zwar noch nicht für den Handelseinzug bereit, aber beweist wieder einmal die Vielfalt von Kaffee. 

 

Als nächstes stellen wir Ihnen den Designer Raúl Lauri vor, der es geschafft hat eine besondere Atmosphäre im eigenen zuhause, für alle Kaffeeliebhaber, zu kreieren.  

 

5. decafé

Möbel, Lampen und vieles mehr aus Kaffee 

Wenn eine Lampe Lichtstrahlen und feinen Kaffeegeruch verteilt, kann es sich dabei nur um den Designer Raúl Lauri handeln. Denn dieser stellt stilvolle Lampen, sowie Möbel aus dem Rückstand von Kaffee her. Wie er den Kaffeesatz genau zu robustem Material weiterverarbeitet,möchte der Designer nicht verraten. Vermutlich nutzt er bestimmte Bindemittel und presst das Ergebnis eng zusammen, sodass ein robuster Stoff entsteht. Die Möbelstücke weisen letztendlich eine sehr gute Stabilität auf und sehen zudem super aus. Vor allem durch seine Lampen-Produktlinie konnte Raúl Lauri in letzter Zeit Aufsehen erregen. Die Produkte des Designers sind nicht nur extravagant wegen des speziellen Designentwurfs und dem außergewöhnlich Material, sondern auch durch den angenehmen Kaffeegeruch, was eine Wohlfühlatmosphäre für alle Kaffeeliebhaber garantiert. Mehr hierzu unter www.decafe.es

 Zum Schluss ein Konzept, dass bereits in ganz England zum nachhaltigeren Heizen benutzt wird.  

 

6. Bio-Bean

von der Kaffeebohne zu Heiz-Pellets 

Zum Schluss möchten wir Ihnen das Konzept von Arthur Kay, dem Gründer von Bio-bean, vorstellen. Dieser stellt aus Kaffeeabfällen nachhaltigen Biobrennstoff, in Form von Heiz-Pellets her. Das Ganze funktioniert folgendermaßen: Nachdem die Kaffeesätze getrocknet sind, werden die Kaffeeöle herausgefiltert und zu Pellets gepresst, welche eine extrem hohe Wärme erzeugen können. Dass dieses Konzept alltags tauglich ist, beweist England: dort werden mittlerweile schon Tonnen von ungenutzten Kaffeesätzen, von lokalen Kaffees und Bürokomplexen, in den unverzichtbaren Biobrennstoff umgewandelt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Brennstoffen sparen die Kaffee-Pellets auch massig an CO2 Emissionen ein. Damit aber nicht genug, denn Arthur Kay hat bereits sein nächstes Projekt geplant: Biodiesel für Autos, der aus Kaffee gewonnen wird. Falls Sie ihn auf seiner Reise begleiten wollen, klicken Sie einfach hier

Das war es erst einmal mit den innovatioiven Kaffeentwicklungen. Wahrlich erstaunlich auf was kreative Ideen Menschen kommen, um die Überreste des Kaffees wiederzuverwenden. Allerdings sind diese 6 gerade genannten Innovationen erst der Anfang, wir sind gespannt, was für interessante und einflussreiche Erfindungen mit Kaffee uns in der Zukunft erwarten.

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